Der Gartenbauverein hat zur Monatsversammlung im April eingeladen. !. Vorstand Günther Weinberger konnte 28 Mitglieder begrüßen, auch einige interessierte Nichtmitglieder waren gekommen. Sie alle wollten über den wertvollen Bodenverbesserer "Terra Preta" etwas erfahren.
Der Verein hatte dazu den Referenten Karl Heinz Meyer eingeladen. Er erklärte zuerst Was ist eigentlich Terra Preta . Dieser Begriff bedeutet schwarze Erde. Die schwarze Färbung stammt vom hohen Anteil an Pflanzenkohle. Terra Preta wurde zuerst in den fruchtbaren Böden Südamerikas entdeckt. Die Menschen wussten also bereits vor Jahrhunderten, dass Pflanzenkohle die Erde ertragreicher macht. Denn ist der Kohlensztoff erst einmal im Boden, bleibt er für immer verfügbar. Terra Preta fördert das Bodenleben, speichert Wasser und Nährstoffe besser als herkömmliche Erde und dient als aktiver Klimaschutz.
Das Geheimnis der „Wundererde“ liegt in der Pflanzenkohle. Wie ein mikroskopisch kleiner Schwamm saugt sie Wasser und Nährstoffe auf und verhindert, dass diese beim nächsten Regen einfach weggeschwemmt werden. In Zeiten des Klimawandels ist das ein entscheidender Vorteil: Pflanzen überstehen trockene Sommer deutlich besser, und der Gärtner spart wertvolles Gießwasser.
Doch Terra Preta ist nicht nur ein Ertragsbeschleuniger für Tomaten und Salat. Sie ist ein echter Klimaschützer. Da die enthaltene Kohle über Jahrhunderte stabil im Boden bleibt, wird das darin gespeicherte CO2 der Atmosphäre langfristig entzogen. Wer Terra Preta im eigenen Garten nutzt, betreibt also aktiven Umweltschutz im Blumenbeet.
Der Referent hatte für jeden eine kleine Probe der wertvollen Erde mitgebracht, die für ca. einen Quadratmeter ausreicht. Er musste auch noch viele Fragen beantworten.
B